Besuch eines Gymnasiums in Hangö/Finnland

Erasmus+ Jobshadowing

Im Rahmen von Erasmus+ haben wir, Andrea Fößl und Carin Unterkircher, das Hangö Gymnasium in Finnland besucht und das finnische Schulsystem kennengelernt. Das Gymnasium besuchen in Finnland 15-18-jährige Schüler*innen für 3 Jahre (Oberstufe), 6-Jährige gehen in die Vorschule und 7-15-Jährige in eine Gesamtschule.
Hanko (finnisch) oder Hangö (schwedisch) ist die südlichste Stadt Finnlands und 127 km von Helsinki entfernt. Sie hat rund 9700 Einwohner*innen. 44 % der Einwohner sind Finnlandschweden. Finnland ist offiziell zweisprachig, mit Finnisch als Mehrheits- und Schwedisch als Minderheitssprache.
Die Besonderheit des schwedischsprachigen Hangö-Gymnasiums ist seine kleine Größe (55 Schüler*innen) und der kleine Lehrkörper (8 Lehrer*innen) sowie die Organisation des Unterrichts in 6-wöchigen Kursen.

Besonders interessant war:

  • Kurssystem: 6-wöchige Kurse mit je 1 Thema, Pflicht- und Wahlmöglichkeiten – z.B. Mathematik in Kurz- und Langversion. Lehrer*innen können zum Teil eigene Schwerpunkte setzen und über Prüfungsmodi selbst entscheiden.
  • Gegenstände wie Berufsorientierung, Lernen lernen, Vorbereitung auf die Uni
  • Mentorin, mit der Schüler*innen regelmäßig Ausbildungswege besprechen, Bewerbungen vorbereiten, individuelle Lernstrategien reflektieren, sich auf Uni-Prüfungen vorbereiten
  • spezielle Situation der 2-Sprachigkeit finnisch/schwedisch, Bildungswege bis zur universitären Ebene parallel.
  • Sehr aktive Erasmus+ Schule, die mit vielen Schulen in Europa vernetzt ist und regelmäßigen Austausch pflegt: Ideen für länderübergreifende Projekte im Umwelt- und Kunstbereich
  • Anteil digitaler Medien in Finnland wieder reduziert, weil die Kontrolle schwierig ist und Schüler*innen oft abgelenkt sind. In den von uns besuchten Unterrichtsstunden wurde mit Buch, Heft und digitalen Medien gearbeitet.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.